SKS-Ausbildungstörn 2005

22. - 29. Juli 2005

Die Yacht

Granada 35 - "Moby Dick "

Daten:

Ausstattung:
Länge über Alles: 10,80 m - Anker-Kette - Kompressor-Kühlsystem
Tiefgang:

1,90 m

- Elektron. Sumlog, Echolot - fließend Kaltwasser
Kabinen: 3 - UKW + DSC, Hand-UKW
(auch in der Koje)
Kojen 6 - 2 * GPS , Radar - Spirituskocher
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Die Crew

Sebastian: Skipper und Ausbilder

Seine enormen Kenntnisse auf dem Gebiet der Mechatronik haben uns auf diesem Törn nicht nur einmal weitergeholfen.

Regina: Crew

Gelegentlich verwechselt Sie anluven und abfallen, dafür fährt sie aber ein Mann-über-Bord-Manöver wie kein zweiter.

Torsten: Funker + Smutje

Er behält in jeder Situation einen kühlen Kopf, man sollte Ihn jedoch nicht vor 7 Uhr aus der Koje holen.

Jochen: Crew

Als Grinder könnte er glatt den Profi´s beim America´s Cup Angst machen.

Andreas: Crew

Der Ruhepol an Bord, seien phyikalischen Kenntnisse helfen uns zu überleben.

 

Der Törnverlauf:

Ausbildungstörn oder doch eher Überlebenstraining ? ! ?
Datum
Tag

Strecke

Vorkommnisse

23-07-05

Samstag
Lemmer - Hindeloopen
Stromausfall, beide Batterien erneuert
24-07-05
Sonntag
Hindeloopen - Harlingen
Wassereinbruch aus Ankerkasten in der Vorschiffskoje
25-07-05
Montag
Harlingen - Vlieland
Großschotblock gebrochen
26-07-05
Dienstag
Vlieland - Harlingen - Texel
Achterliek der Genua auf ca. 1,5 m gerissen
27-07-05
Mittwoch
Texel - Medemblik
Antriebsmaschine läuft bei Schleusenmanöver heiß

28-07-05

Donnerstag
Medemblik - Stavoren
Maschine springt nicht an , Impeller gewechselt

29-07-05

Freitag
Stavoren - Lemmer
SKS-Praxisprüfung , nachmittags Nebel

 

Nach unserem ersten Tag auf See wollen wir das Pannekoekenhuis Hindeloopen aufsuchen. Als wir es nach fünf Runden durch den Ort endlich gefunden haben, hat es schon geschlossen. Doch die Alternative direkt am Hafen ist auch nicht schlecht.
Schon am zweiten Tag geht es von Hindeloopen nach Kornwerderzand. Dort schleusen wir aus und verlassen das Ijsselmeer in Richtung Harlingen. Für einige von uns werden dies die ersten Schritte auf der Waddenzee.

Endlich ein bischen Salzluft schnuppern. Bei äußerst verhangenem Himmel und kleineren Regenschauern segeln wir nach Vlieland, wo uns der lange Sandstrand schon erwartet.

Wir haben Glück und ergattern noch eine der letzten Lücken im Hafen. Hier ein bischen schieben, da ein wenig drücken - paßt doch ! Man kann dann abends trockenen Fußes quer durch den Hafen spazieren.

Jochen läßt sich auch von noch so trübem Wetter nicht beirren. Und seine Standhaftigkeit lohnt sich, es klart langsam aber sicher auf.

Von Vlieland laufen wir wieder zurück nach Harlingen. Diesmal geht es jedoch nicht in den Hafen, sondern weiter durch das weite Wattenmeer nach Oudeschild auf Texel.Da noch nicht alle Crewmitglieder die zur SKS-Prüfung erforderlichen 300 Seemeilen nachweisen können, heißt es Meilen machen.

Der abendliche Spaziergang durch den kleinen urigen Ort Oudeschild lohnt sich.

Vom Deich aus hat man einen guten Blick auf das Lichtermeer vor Den Helder und im Seegat vor Texel.

Am nächsten Morgen legen wir recht früh ab. Heute wollen wir schon einmal wieder zum Ijsselmeer übersetzen. In der Schleuse ergreift unser Skipper Sebastian noch einmal die Chance für Erläuterungen. Was er jedoch noch nicht geschult hat, lernen wir kurz darauf unfreiwillig in der Praxis: "Wie kreuze ich mich bei auflandigem Wind von einer Untiefe frei, wenn die Antriebsmaschine ausfällt?" Doch auch das meistern wir als Team gut.

Am nächsten Tag kommt der nächste Ausbildungsabschnitt auf uns zu. Radarfahrt !. Bei dichtestem Nebel laufen wir aus Medemblik aus in Richtung Stavoren.

Ausguck bestezt ? !

Kaum ist der Nebel verflogen, das Radargerät wieder abgeschaltet, schon erwartet uns das schönste Wetter, jedoch mit nur wenig Wind.

Zeit für einen kleinen Badestopp - Uuuhh ist das Wasser kalt

Kurz vor Stavoren gilt es die nächste Hürde zu nehmen. Die Maschine will nicht mehr anspringen.

Da freut sich Torsten doch. Er wollte schon immer mal unter Segeln mit einer Yacht in den Hafen gehen.

Kurz vor der Hafeneinfahrt gelingt es den Technikern an Bord doch noch den Motor wieder in Gang zu setzen. Schade für unseren Steuermann Torsten.

Damit wir am nächsten Morgen während der Prüfung nicht wieder eine unangenehme Überraschung erleben, wechseln wir noch bis in die späte Nacht hinein den Impeller. Da dadurch unsere Motormanöver an diesem Abend zu kurz kommen, heißt es morgens noch eher aufstehen - dies gefällt Torsten aber gar nicht.

Doch nach bestandener Prüfung ist auch dies vergessen. Jeder von uns kannte Stärken und Schwächen des Anderen und des Bootes. So konnten wir uns als Team auch hier gut ergänzen. Wenn wir schließlich eines durch die ganzen Pannen und Vorkommnisse an Bord der Moby Dick gelernt haben, dann ist es zu improvisieren.

Zurück in Lemmer heißt es abheuern, schnell nach Hause und dann mit den übrigen amwindkurslern die bestandene Prüfung feiern.

Doch eines ist schon fieß: kaum sind wir auf der Autobahn, ist das Wetter noch am schönsten -->

 
Fazit: Schaut Euch gut Eure Segelschule an, sonst lernt man nicht nur die Geheimnisse des Segelns kennen.

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