Kroatien - Dalmatien
12-.26. Juni 2010
   

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Die Yacht

Bavaria 37 "Bella"

Daten:

Ausstattung:
Länge über Alles: 11,55 m - Elektron. Sumlog, Echolot
Breite über Alles: 3,68 m - UKW , Radio, CD-Spieler
Tiefgang: 1,95 m - GPS, Kartenplotter
Verdrängung: 5,36 t -Autopilot
Kabinen: 3  
Kojen: 6  
Großsegel : 28,00 m² Motor:
Genua : 40,00 m² Volvo 29 PS

Die gesamte Crew


Andreas:
Skipper, Autor


Katja:

Co-Skipperin

Das Revier

Die kroatische Küste und deren vorgelagerte Inseln gelten nicht ganz zu Unrecht als eines der schönsten Segelreviere Europas. Weniger Sandstände als mehr felsige Küsten und kristallklares Wasser ziehen jedes Jahr viele Segler an.
Insbesondere Österreicher trifft man hier aufgrund der kurzen Anreise in Hülle und Fülle. Mir sei die Bemerkung gestattet, dass unsere südlichen Nachbarn in den Häfen und Buchten doch häufig sehr laut sind.

Versorgungstechnisch lässt Dalmatien keine Wünsche offen. Restaurants, Bars, Supermärkte findet man überall. Wer allerdings immer noch glaubt, dass Kroatien günstig ist, der sei hiermit eines Besseren belehrt. Die Preise haben mittlerweile das mitteleuropäische Niveau überschritten. Insbesondere sind die Hafen- und Muringgebühren in den letzten vier Jahren extrem in die Höhe geschnellt.
Bei einem Törn zu zweit merkt man dies besonders.

Das Wetter wird vornehmlich durch den Luftdruck im zentralen Mittelmeerraum und den Gebirgen des Festlandes geprägt. Im Sommer herrschen hier hauptsächlich schwache bis mäßige Winde vor.
Neben den typischen Mittelmeerwinden Maestral und Schirokko sei hier die Bora als Besonderheit erwähnt. Sie ist ein kalter Wind aus NNO bis O und kann an den kahlen Abhängen des dalmatinischen
Küstengebirges als Fallwind orkanartige Stärke annehmen. Wo genau die Bora zuschlägt, mag selbst der einheimische Wetterdienst nicht genau vorhersagen.
Im Sommer dauert die Bora im Schnitt drei Tage, im Winter bis zu drei Wochen.

Rundum also ein sehr schönes Segelrevier, das mittlerweile aber eben genau deswegen so populär und auch überlaufen ist.



0.Tag, Freitag, 11.06.2010: Weeze -> Biograd ; Anreise

  • Anreise mit Ryanair ab Flughafen Weeze nach Zadar.
  • Flug und Taxi-Transfer funktionieren wunderbar.
  • Unterkunft für eine Nacht im Hotel Inn; noch sehr neu, modern, freundlich und sauber; empfehlenswert !

Der Blick vom Hotel auf die Marina Kornati.
Sie ist eine der drei größten Marinas an der Adria. Hier werden wir morgen früh unsere "Bella" übernehmen.


1.Tag, Sonntag, 12.06.2010: Biograd Marina Kornati

  • Bootsübernahme, Einweisung und Bunkern geht zu zweit nicht so schnell wie mit einer mehrköpfigen Crew. Alles läuft etwas entspannter und langsamer als wir uns das gedacht haben.
  • Der Tag geht schnell rum. Somit laufen wir heute nicht mehr aus.

2.Tag, Sonntag, 13.06.2010: Marina Biograd -> Insel Vrgada 43°51.66'N 015°30.21'E

  • Ein relaxtes Frühstück und um 10:20 heißt es : "Leinen los !"
  • Das Wetter : schwacher Wind aus SW und viel Sonne.
  • Spontanität ist bei einer zweiköpfigen Crew etwas Feines. Wir beschließen kurzum, schon vor der Insel Vrgada an eine Muringboje zu gehen, zu baden und die Insel zu erkunden.
  • Schon ganze sechs Seemeilen liegen hinter uns ! Das reicht für den ersten Tag !! :-)

3.Tag, Montag, 14.06.2010: Insel Vrgada -> Insel Kakan 43°41.8'N 015°40.11'E

  • Ernüchterung nach dem Aufstehen : Der Wind ist so gut wie nicht vorhanden. Er wird im Laufe des Tages auch nicht über 3 Bft hinauskommen.
  • Gemütlich dümpeln wir Richtung SE und beschließen nachmittags unser "Nachtlager" in der Bucht Potkucina aufzuschlagen. Hier gibt es ausreichend Muringbojen.
  • Sehr idyllisch, eignet sich nicht zum Schnorcheln - der Grund der Bucht ist schon zu verdreckt; nur ein Restaurant am Ufer.

4.Tag, Dienstag, 15.06.2010: Insel Kakan -> Skradin 43°48.9'N 015°55.27'E

  • Schon früh (0750) legen wir ab. Unser heutiges Tagesziel heißt Skradin. Skardin liegt im Landesinneren, ist berühmt wegen den nahegelegenen Wasserfällen von Krka (ja, das schreibt man wirklich so !) und ist über den Krka-Fluss auch für Yachten erreichbar.
  • Auf dem Weg in Richtung Fluss-Einsteuerung bergen und setzen wir mehrfach die Segel, da der Wind ein bisschen launisch ist.
  • Ein bisschen merkwürdig ist es schon, mit einer Segelyacht einen Fluss hochzufahren.
  • Festmachen in der ACI-Marina um 1310.
  • Nach dem Bezahlen (60 Euro/Nacht !!) erkunden wir den Ort.
  • Abends gehen wir lecker essen und lassen es uns in einer Weinschenke gut gehen.









5.Tag, Mittwoch, 16.06.2010: Skradin -> Insel Tijat 43°42.9'N 015°46.28'E

  • Von Skardin aus nehmen wir das erste Ausflugsboot zu den Wasserfällen, um somit vor dem ganzen Touristenstrom dieses Naturerlebnis genießen zu können.
  • Die Wasserfälle in der frischen Morgenluft sind wirklich etwas ganz Besonderes.
  • Wir wandern durch den ganzen Nationalpark und erfreuen uns an der Natur.
  • Nach einigen Besorgungen (irgendwie ist immer zu wenig Bier an Bord) legen wir um 1215 wieder ab und segeln den Fluss hinunter
  • Das Meer erwartet uns mit 4-5 Windstärken. Yippie !!!
  • Vor der Insel Zlarin findet unser Anker keinen vernünftigen Halt in Ufernähe.
  • Kurs Insel Tijat.
  • In der Bucht Tijascia (sehr beliebt bei Nacktbadern) liegt in dieser Nacht ausser uns nur noch ein Boot.
  • Es wird eine ruhige Nacht.

6.Tag, Donnerstag, 17.06.2010: Insel Tijat -> Rogoznica 43°31.48'N 015°57.84'E

  • Heute wollen wir zunächst einen Abstecher nach Primosten machen.
  • Gegen 13:20 fällt der Anker in der südlichen Bucht von Primosten, in der allerdings aufgrund des mäßigen Südwestwindes ein starker Schwell herrscht.
  • Nach einer kurzen Pause beschließen wir, der Stadt auf dem Rückweg einen Besuch abzustatten.
  • Wir nehmen Kurs auf Rogoznica, eine tief ins Land eingeschnittene Bucht, mit vielen Möglichkeiten zum Festmachen.
  • Die ansässige Marina Frapa ist bekannt für ihre hohen Preise. Somit machen wir an einer der Muringbojen fest, die aber auch zur Marina gehören. Satte 220 Kuna (ca. 30 €). Ich versuche dem Kassen-Marinero zu erklären, dass wir die Boje nicht kaufen wollen. Vergebens.
  • Wir verbringen den Rest des Tages mit, Faulenzen, Schwimmen, Ortsbegehung und lecker Essen.

7.Tag, Freitag, 18.06.2010: Rogoznica -> Insel Solta 43°22.92'N 016°18.69'E

  • Ein weiterer schöner Segeltag liegt vor uns.
  • Für zwei Stunden verholen wir noch an den Steg der Marina Frappa zum Wassertanken und Lebensmittel Bunkern.
  • Wind und Wetter ziehen heute alle Register (0-4 Bft aus NE bis SW).
    Somit ist der Tag geprägt von seemännischer Geschäftigkeit. Segel hoch, Segel runter, Motor an, Motor aus, usw, usw ... Kroatien-Segler kennen das.
  • Auch vor einem kleinen Schauer bleiben wir nicht verschont.
  • Uns erwartet die Bucht Necujam auf der Insel Solta. Tief im inneren dieser traumhaft schönen Bucht sind wir geschützt gegen Winde aus allen Richtungen. Dies ist uns wichtig. Der Wetterberichtet kündigt eine Troglage für den kommenden Tag an.
  • Um 1710 liegen wir vor Anker mit einer Landfeste in einem schmalen abgelegenen Teil der Bucht.
  • Da weit und breit kein Ort in der Nähe ist, verbringen wir den Abend mit Schnorcheln, Selbstgekochtem und einem guten Weinchen.

 

to be continued ...


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